Eine bewährte Methode

Radiosynoviorthese

Die  Radiosynoviorthese  bewährt sich seit vielen Jahren in der Therapie chronisch entzündlicher Gelenkerkrankungen. Mit dieser Methode wird ausschließlich lokal behandelt – das heißt, nur dort, wo die Entzündung vorliegt. Im Namen dieses Verfahrens lässt sich bereits sein Prinzip ablesen. Radiosynoviorthese bedeutet übersetzt Wiederherstellung der Gelenkschleimhaut durch radioaktive Strahlung: Die entzündeten Gelenke werden mit radioaktiven Substanzen, so genannten Radionukliden, behandelt. Diese werden direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Die für die Therapie entscheidende ß-Strahlung besitzt nur eine kurze Reichweite. Aus diesem Grund trifft die Strahlung auch nur die kranke Gelenkschleimhaut. Sie wirkt also nur in dem entzündeten Gelenk und belastet nicht das angrenzende gesunde Gewebe.

Die Durchführung der Radiosynoviorthese gleicht einer Gelenkpunktion. Sie ist schmerzarm und lässt sich ambulant durchführen. Bei Bedarf können auch mehrere Gelenke zugleich damit behandelt werden. In der Regel genügt eine einmalige Behandlung. Nur in wenigen Ausnahmen ist eine wiederholte Anwendung erforderlich. Treten erneut lokale Entzündungen auf, kann die Therapie wiederholt werden.




Stand: 20.05.2012 05:14
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