Fragen und Antworten

Nachfolgend eine Reihe von häufigen Fragen zur RSO. Die eine oder andere haben Sie sich vielleicht auch schon gestellt. Hier sind die Antworten...

Kann die radioaktive Strahlung gesundes Gewebe schädigen?

Nein, denn die bei der RSO eingesetzten Substanzen sind Betastrahler. Sie entfalten ihre Wirkung nur im Millimeterbereich – haben also eine extrem kurze Reichweite. So ist gesichert, dass die radioaktive Strahlung nur die entzündeten Gewebe des kranken Gelenks trifft. Außerhalb des Gelenks und im gesunden Gewebe wirkt die Strahlung nicht. 

Welche Nebenwirkungen hat die RSO?

Mitunter kann das behandelte Gelenk nach der Behandlung anschwellen und sich erwärmen. Ebenso sind eine Rötung und Reizung an der Einstichstelle möglich. Solche Reaktionen sind harmlos und bilden sich in der Regel folgenlos zurück. Gehen diese Beschwerden jedoch nicht nach wenigen Tagen weg, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn die Schwellungen des behandelten Gelenks länger anhalten, oder wenn in extrem seltenen Fällen Fieber, Unwohlsein oder Muskelschmerzen auftreten.

Woran merkt man die Wirkung der Behandlung?

Diese ist am Rückgang der Gelenkschwellung und der Schmerzen zu erkennen. Weitere Indizien dafür, dass die RSO wirksam ist, sind eine verbesserte Beweglichkeit und Funktion des behandelten Gelenks.

Wann setzt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?

Die Verbesserung der Beschwerden tritt allmählich ein. Nach der Injektion verschorft die verdickte Gelenkinnenhaut durch die Strahleneinwirkung. Binnen einiger Wochen wird der Schorf abgestoßen und sie erreicht dann wieder den normalen Zustand. Die volle Wirkung der RSO stellt sich also mitunter erst nach drei bis sechs Monaten ein.

Wie lange sie anhält, hängt davon ab, wie stark das behandelte Gelenk vor der Behandlung bereits beschädigt war. Lagen beispielsweise schon Schäden am Knochen vor, kann die RSO nur noch lindernd wirken: Sie kann zwar die Entzündung wirksam behandeln, nicht aber die zerstörten Gelenkflächen wieder herstellen..

Welche Erfahrungen gibt es bereits mit der RSO?

Obwohl die Methode bereits vor über fünfzig Jahren entwickelt wurde, findet sie erst seit rund 15 Jahren eine breite Anwendung. In Deutschland werden etwa 60.000 Gelenke im Jahr mit der RSO behandelt.

Welche Gelenke können mit der RSO behandelt werden?

Prinzipiell können alle Gelenke des Körpers behandelt werden, deren Gelenkspalt mit einer Punktionsnadel erreichbar ist. Allerdings ist die RSO umso einfacher durchzuführen, je größer das zu behandelnde Gelenk ist: Knie-, Schulter- und Ellenbogengelenke sind also »ideale« Kandidaten für die Behandlung. Etwas schwieriger wird die Durchführung der Therapie  an sehr kleinen Gelenken wie beispielsweise den Finger- und Zehenendgelenken.

Wann darf die RSO nicht angewendet werden?

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf die RSO nicht durchgeführt werden. Das gilt auch dann, wenn der Verdacht auf eine Gelenkinfektion besteht und in der Umgebung der Injektionsstelle örtliche Infektionen oder Hauterkrankungen vorliegen. Weitere Gegenanzeigen sind massive Einblutungen in das zu behandelnde Gelenk sowie eine geplatzte Zyste des Kniegelenks.

Wer entscheidet, ob eine RSO sinnvoll ist?

Diese Entscheidung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Rheumatologen, Orthopäden und einem Nuklearmediziner, der auf die Durchführung der RSO spezialisiert ist.